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Süße Ravioli?

Eine Kollegin und ich kamen auf eine geniale Idee: Wenn man schon eine Nudelmaschine und eine Ravioliform sein Eigen nennt, und wenn man Füllungen nach Lust und Laune kreieren kann, warum dann nicht auch süße? Zum Beispiel Ricotta-Preiselbeer-Ravioli mit Vanillesoße und geraspelter weißer Schokolade? Ich ließ mir das auf dem Heimweg noch mal durch den Kopf gehen, und finde den Gedanken immer spannender. Ob mir noch eine Kreation einfällt, die aussieht wie ein pikantes Gericht, und die sich dann als Süßigkeit entpuppt? Mal sehen:

Zu süß sollte das Gericht auch nicht werden – wenn ich zum Beispiel an orientalische Küchlein mit sirupdurchtränkten Nussfüllungen nur denke, steigt in mir ein leises Gefühl von Übelkeit auf. Oder diese Milchreisgerichte früher im Kindergarten, gezuckert und dann nochmal Zimt und Zucker obendrauf, brrr!

Also eher was Leichtes, was geht denn da als Füllung noch? Nüsse sind recht fett, taugen also, wenn schon, allenfalls als würzende Beigabe. Rosinen oder getrocknete Pflaumen sind auch zu kalorienreich, und viel zu süß. Eingekochte Pflaumen aus dem Glas, püriert, mit geriebenen Haselnüssen vermengt? Schaumig geschlagenes Eigelb mit Kakaopulver anstäuben, leicht süßen, im Wasserbad zu einer dicken Creme rühren, und die mit ein paar gehackten Nüssen … hm.

Die Soße ist da einfacher: Man könnte eine Mango oder ein paar Erdbeeren würfeln, in etwas Zuckerwasser weich kochen, einen Teil davon pürieren, und vor dem Servieren feingewiegte Melissenblätter drüber streuen.

Man könnte natürlich auch Ravioli-Pralinen herstellen: Marzipanravioli mit Nougatfüllung – zur Hälfte mit etwas „Soße“ aus weißer Couvertüre übergossen, und mit fein gehackten Mandeln oder Pistazien bestreut. Ein Tellerchen davon dürfte jeden Diätplan sprengen, aber vielleicht wäre das eine geeignete Mahlzeit für einen Polarforscher. In eisigen Gegenden soll man ja einen immensen Kalorienverbrauch haben.

Die Magie der Farben

Nichts ist schöner, als neugekaufte Klamotten frisch von der Stange anzuziehen: Alles sitzt noch so, wie es soll. Die Taschen sind noch nicht ausgebeult. Nichts wurde falsch gewaschen oder ist beim Trocknen verschossen, und selbst preiswerte Sachen sehen irgendwie edel aus. Toll!

Nichts ist ätzender, als neugekaufte Klamotten getragen zu haben: Die Fingernägel haben dunkle Ränder und sind bläulich-grau verfärbt, genau wie die Haut an den Armen und Beinen. Die schneeweißen Streifen des neuen schwarzen Polo-Shirts sehen aus wie eingekleistert mit vier Wochen altem Kragenspeck. Es riecht so seltsam. Auf den Möbeln haben sich beim Sitzen dunkle Abriebspuren gebildet, und auf dem Teppich liegen Reste von abgeschnittenem Nähgarn. Bäh!

Notiz für den Einkaufszettel: Ein Beutel Fixiersalz, einen Nagelweiß-Stift, eine Tube Dusch-Peeling, und eine Flasche ganz besonders wohlduftenden Badezusatz zum Trösten. *seufz*

Schneeeeee … -matsch.

Eigentlich fand ich das Wetter ja genial: Der Schnee sah klasse aus, und es war nicht so kalt, dass ich draußen frieren würde. Also ging ich gestern abend in den Park, ein wenig laufen. Nach einer Runde im Storchenschritt gab ich auf. Der lockere Neuschnee war einfach zu tief. Vielleicht ist der Schnee bis heute abend von genügend Leuten heruntergetreten worden. Hoffentlich wird kein Matsch daraus.

Fußball? Nein, danke!

Alle naslang wird mir mitgeteilt, dass bald die Weltmeisterschaft beginnt – inzwischen sogar morgens, wenn ich auf die S-Bahn warte. „Noch 92 Tage bis zur Weltmeisterschaft“ leuchtet mir da die Anzeigetafel entgegen. Seit Wochen werde ich schon mit diesem Mist genervt, und jetzt das. Jeden Morgen. Mir langt’s. Ich werde mir keine einzige Übertragung ansehen. Hoffentlich fliegt die deutsche Mannschaft möglichst schnell raus – im Moment sieht’s ja gut dafür aus.